Herzlich willkommen beim Sportverein Eschbach 1967

Vom Aufstieg zum Aufstieg?

18 : 12 Erfolg beim letzten Saison - Duell vor eigenem Publikum, gegen den schon feststehenden Regionalliga - Meister TuS Adelhausen II

Die Ringer des SV Eschbach 1967 werden vom Pressereferenten Lothar Herzog in einen Topf mit dem Nichtaufstiegskandidaten Fachsenfeld - Dewangen geworfen und der Unsportlichkeit bezichtigt. Wer jedoch die Ergebnisse genau verfolgt wird sehen, dass es den Eschbachern sicher nicht an Sportlichkeit und Fairness mangelt.

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Vor eigenem Publikum und auch bei den Auswärtsduellen zeigten die Kämpfer immer ihre bestmögliche Leistung, ebenso wurde versucht auch immer die am Kampftag bestmögliche Besetzung auf die Matte zu schicken. Am Ende wird diese Einstellung aber nicht unbedingt mit einem Aufstieg belohnt, sondern vielleicht sogar mit dem Aufstieg bestraft. Es wäre an der Zeit sich auf Verbandsebenen einmal zu fragen, warum denn nicht alle Vereine mit allem was sie haben aufsteigen wollen. Es ist sicher einfacher mit dem Finger auf diese Mannschaften zu zeigen, als dass man sich einmal Gedanken dazu machen würde, warum dies so ist.

Die Eschbacher wollen jedenfalls den Ringkampffans weiter in die Augen sehen können, wollten Werbung für sich und den Sport betreiben und einen positiven Eindruck für die kommende Kampfsaison hinterlassen. Dies zu den Berichten von Lothar Herzog.

Falls man in die Bundesligen aufsteigen muss, und anfallende Gebühren, Lizenzen, Fahrtkosten, Kampfrichterkosten, Kautionen und die Personalkosten den Verein dann aber an den Rand aller finanziellen Möglichkeiten bringt, fragt man sich schon, ob dieses System noch in die Zeit passt. Schade für das Mannschaftsringen in den Regionen und in Deutschland. Es sollte ein echter Wettbewerb um den Aufstieg entstehen, dazu braucht es aber intelligente Ansätze und keine despektierliche Berichte.

Nun aber zu den Kämpfen:
Nicht seinen besten Tag erwischte Nick Scherer gegen Johannes Voegele in der Klasse bis 57 kg gr. röm. Noch arg geschwächt von einer Grippe, zeigte er zu Beginn gleich ein Feuerwerk mit drei 4er Wertungen in Folge. Man hatte dann das Gefühl, Scherer hat sein Pulver schon verschossen, denn er bot dem Gegner immer wieder die Möglichkeit zum Kontern. Für die Zuschauer war es aber ein Ringkampfleckerbissen auf sehr hohem Niveau. Am Ende blieb Scherer, wenn auch total ausgepumpt, Herr der Lage und siegte mit 18:12 Punkten.
Andi Benitz (130 kg fr.) kämpfte zum ersten Mal in dieser Runde im Freistil. Auch in der für ihn eher fremden Stilart, ließ er aber gegen den jungen Marvin Moser nichts anbrennen und siegte klar mit 20:4, technisch überhöht.
Unerschrocken ging Timothy Dinser in der Klasse bis 62 kg fr. zu Werke. Sein Gegner Jörn Schubert war aber nur kurz überrascht und besiegte den „jungen Wilden" nach einer guten Minute, per Schultersieg.
Zu einem weiteren Regionalliga – Einsatz kam Felix Faller bis 98 kg gr. röm. gegen Kevin Kähny. Faller kämpfte mutig und engagiert mit, musste am Ende aber doch mit 5:15 Punkten die Segel streichen.
Für Aurelian Leciu bis 66 kg gr. röm., hatte der TuS keinen Gegner mitgebracht und überließ die Punkte kampflos der Heimmannschaft. So stand es zur Pause 10:7 für die Dreisamringer.
Manuel Läufer durfte die zweite Halbzeit einläuten. Mit schönen Beinangriffen und einem Ausheber entschied er die Partie nach knapp 3 ½ Minuten, durch technische Überlegenheit.
In der Klasse bis 66 kg fr. hatte es Eduard Semke mit keinem Geringeren, als dem amtierenden Deutschen Meister Manuel Wolfer zu tun. Semke versuchte mit Allem was er hatte gegenzuhalten, doch Wolfer ließ keine Überraschung zu und siegte mit 10:0 Punkten gegen den Eschbacher.
Zu einem Kampf mit offenem Visier kam es in der Gewichtsklasse bis 86 kg gr. röm. Hier hatte Julian Steinbach doch mehr Mühe als gewollt mit Timo Meyer. Steinbach wollte den Heimpublikum vielleicht etwas übermotiviert zeigen was er kann, hatte aber mit Meyer einen Widersacher, der sich entsprechend zur Wehr setzte. Zum Schluss kam aber ein 17:12 Punktsieg heraus und der Burgfrieden war wieder hergestellt.
Bis 75 kg gr. röm. wollte sich Mario Läufer dem mehrfachen rumänischen Meister Zsolt Berki in den Weg stellen. Mario wusste um die Klasse des Gegners, agierte vorsichtig, geriet schnell in Rückstand, suchte aber weiter seine Chance, überraschte Berki tatsächlich mit einem ansatzlosen Schulterschwung, und erreichte am Ende ein beachtliches Ergebnis mit 4:7 für Berki.
Den Schlussakkord durfte Steffen Blum bis 75 kg Freistil setzten. Sein Gegner Denis Grether war ständig in der Defensive und konnte sich den Aktionen von Blum nur schwer entziehen. Nach der vollen Kampfzeit stand es somit 7:0 für Blum.
Die Zuschauer waren entzückt von den gezeigten, sportlich fairen und doch hartgeführten Kämpfen. Man freut sich schon auf die kommenden Aufgaben der Kämpfer aus dem Dreisamtal.

mm/13.12.15