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Spannender Saisonabschluss und ausgelassene Meisterfeier

Schon im Vorkampf wollten sich die Ringer der Zweiten Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis vom Publikum verabschieden. Auch der Trainer Serghei Lungu zog sich ein Trikot über und stellte sich in den Dienst seiner Truppe. Sie besiegten den SA Gries / Elsass klar mit 25:14. Am Ende wurde der Kampf jedoch mit 40 : 0 gewertet, da Gries in zwei Gewichtsklassen mit Übergewicht an den Start ging.

In die Siegerliste konnten sich Nick Scherer, Tom Ketterer, Laurentiu Macarei-Storus, Daniel Birkenmeier, Christian Uetz und Sebastian Siebler eintragen.

Im Hauptkampf zwischen Eschbach I und Wollmatingen I, wurde den zahlreichen Zuschauern Spannung pur geboten. Der Gesamtsieg konnte erst im letzten aller Kämpfe in trockene Tücher gepackt werden. Unter den Augen des ehemaligen Ringerweltmeisters Adolf Seger , wurde von den Dreisamringern alles abverlangt, um Zuhause weiter ungeschlagen zu bleiben.

Tim Scherer (55 kg) musste wieder in der eher für ihn ungeliebten Stilart griechisch römisch ran. Gegen Jannic Achilles behielt er aber die Übersicht und siegte technisch überhöht nach 2 min. 17 sec.

Im Schwergewicht stellte Wollmatingen leider keinen Ringer, so wurde Alexandr Romanov kampflos Sieger.

In der Klasse 60 kg Freistil, wollte Timo Schweizer den nächsten Sieg einfahren. Leider wurde er in einer Aktion von Tizian Fröhlich ausgekontert. Der Kampfrichter war sehr schnell mit dem Abklopfen und wertete diese Aktion als „Blitzschultersieg“ für Fröhlich.

Nun sollte und musste bis 96 kg gr. röm. gepunktet werden um im Rennen um den Mannschaftssieg zu bleiben. Andy Benitz hatte nicht ganz die Topform wie gewohnt, behielt aber am Ende doch mit 10:7 Punkten gegen Marc Boxler die Oberhand.

Bis 66 kg gr. röm. wollte sich auch Tariel Shavadze mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden. Dafür musste er aber hart kämpfen, um nach zwei sehr intensiven Runden, gegen Karsten Kudermann als Sieger (6:1), die Matte zu verlassen.

 

Pausenstand nach sechs Mattenduellen 13:6 für Eschbach. Eigentlich zuwenig für ein Abbiegen auf die Siegerstraße, meinte der Trainer Serghei Lungu.

 

Auf dem Weg zurück zu alter Stärke, bot Manuel Läufer (84 kg Freistil) eine überzeugende Leistung. Er besiegte den keinesfalls schwachen Steffen Blum mit 7:1 nach Punkten.

Auf verlorenen Posten war Florian Läufer gegen den erfahrenen Mattenfuchs Rainer Weber. Florian musste sich technisch überhöht geschlagen geben.

Die Gewichtsklasse 84 kg griechisch römisch blieb aus Eschbacher Sicht unbesetzt, so stand es jetzt 16:11 bei noch zwei ausstehenden Kämpfen.

Mario Läufer (74 kg gr. röm.) versuchte mit einem Vierer klare Verhältnisse zu schaffen. Doch Niklas Hermann wehrte sich mit Macht und holte beim 10:2, zwei technische Punkte und somit auch einen Mannschaftspunkt. Jetzt ist an der Beamerwand der Zwischenstand 19:16 zu lesen. Das bedeutet, für beide Teams ist der Gesamtsieg noch möglich.

So hatte Johannes Scherer (74 kg Freistil) die Möglichkeit sich als Matchwinner vom Publikum zu verabschieden. Sein Kampfstil war alles andere als gut für schwache Herzen. Viele Aktionen auf „Messersschneide“. Zum guten Schluss konnte er aber die notwendigen Punkte einfahren und wurde vom Ringeranhang frenetisch gefeiert.

Endstand somit 22:17 für Eschbach. Der Aufsteiger in die Oberliga konnte damit alle Heimkämpfe für sich gestalten und freut sich auf die neuen Aufgaben.

 

Neben vielen Ehrungen wurde auch die von Weltmeister Adolf Seger unterstütze Kinderkrebshilfe mit einer spontanen Aktion bedacht. Von den Eintrittsgeldern wurden 50 Cent pro Zuschauer des Abends vom SVE 1967 für die Stiftung als Spende übergeben. Dazu kam der Erlös aus der Versteigerung des Originaltrikots von Handballnationalspieler Oliver Roggisch. Das Trikot war signiert mit allen Unterschriften seiner Nationalmannschaftskollegen. Fünfzig weitere Euros kamen von einem privaten Spender hinzu. So konnte die Endsumme von 200 € für diesen sozialen Zweck übergeben werden. Adolf Seger bedankte sich im Namen der Kinder und freute sich sichtlich über die Spende.

 

Danach wurde von DJ Bernd Ketterer dem Ringervolk mächtig eingeheizt und die Meisterfeier nahm mit Sekt - und Bierduschen ihren Lauf.

 

Matthias Martin 22.12.13

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